Mit der heurigen Preisvergabe möchte die Jury des St.-Anna-Preises einen Künstler und Kurator ehren, der durch unermüdliche Arbeit geschafft hat, ein Kulturzentrum in der 5000-Seelen-Gemeinde Triftern (Bayern, D) zu etablieren – trotz großer Widerstände und unter großem finanziellen Aufwand. Bernd Stöcker hat gemeinsam mit seiner Frau das historische denkmalgeschützte Wirtshaus-Gebäude „Alte Post“ erworben mit der Idee, das Haus zu erhalten, zu restaurieren und daraus ein Haus der Kunst mit grenzüberschreitendem Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum zu machen, um damit gegen den Leerstand in der Gemeinde vorzugehen und die Region zu stärken. Dazu gründete er den „Kultur und Kunst Verein Triftern“, dessen Ziele unter anderem „die Pflege des nationalen und internationalen Austauschs auf dem Gebiet der Kunst“, „die Förderung kulturellen Lebens und von Künstlern und Nachwuchskünstlern“, „der Informationsaustausch zwischen Kulturschaffenden und Interessierten“, und „die Anleitung zur künstlerischen und kreativen Tätigkeit für Jung und Alt“ darstellen. Der Verein hat mittlerweile seine Tätigkeit voll aufgenommen und betreibt das Zentrum. Durch Bernds großes Engagement konnten bereits grenzüberschreitende Ausstellungen, Symposien und Exkursionen realisiert werden, und der Landkreis Rottal-Inn sieht in der alten Post „eine große Bereicherung für die Region, die hiesige Kulturlandschaft und das Potenzial der Region wichtige, nicht zuletzt auch wirtschaftliche Impulse zu geben“.
Damit gilt Bernd Stöcker und der Verein in Triftern als großes Vorbild für den Verein Kunst Julbach, dessen Ziele sehr ähnlich gelagert sind.
Bernd Stöcker ist Hrdlicka Schüler, Bildhauer, Kurator, Landeskulturpreisträger von Rottal-Inn und und Mitglied der Académie nationale des sciences, belles-lettres et arts von Bordeaux. Er arbeitet in Bayern und Frankreich.
Hier gelangen Sie zum Lebenslauf des Preisträgers Bernd Stöcker auf Deutsch und hier in der tschechischen Version.
Die Laudatio hielt Ludgar Drost. Hier können Sie seinen Lebenslauf downloaden und hier die Laudatio.
Vielen Dank an Frau Karin Bayr von Mein Bezirk Rohrbach für ihre Berichterstattung. Hier kommen Sie zu ihrem Beitrag.
























